5 ungewöhnliche Berliner Cafés für gemütliche Lesestunden

Cafés

Ein gutes Buch, ein frischer Kaffee und ein leckeres Stück Kuchen: Ich habe hier fünf ungewöhnliche Berliner Cafés für dich, in denen man gemütlich lesen kann!

Berliner Cafés

Der Ost-Späti
Choriner Straße 12
10119 Berlin (Mitte/Prenzlauer Berg)

„Darf ich bitte hier einziehen?“ Das denke ich jedes Mal, wenn ich den Ost-Späti betrete. Für gewöhnlich passiert das spätabends, wenn uns auffällt, dass doch keine Eier/Milch/Brot/Espressopulver mehr vorhanden sind, wir aber jetzt und sofort dringend etwas davon brauchen. Ein paar Stufen hoch, die Holztür aufgedrückt und einen Schwall kalter Luft mitgebracht und man ist in einem, wenn nicht DEM kuriostesten Späti Berlins. In der hinteren Ecke tuckert ein kleiner Kohleofen vor sich hin, die Wände sind mit alten Werbeschildern aus der DDR geschmückt und an den Wänden warten Sessel aus den 50er Jahren mit durchgesessenem Schafsfell darauf, die Kiezbewohner für ein Käffchen oder ein Gläschen Wein zu beherbergen. Es gibt Stullen, Kuchen, Heißgetränke, einzelne Klopapierrollen, Streichholzschachteln, frische Äpfel und Honig aus Brandenburg und dazu den ein oder anderen Schnack mit Berliner Schnauze. Die Begriffe „rustikaler Charme“ und „kauzige Ostalgie“, sie müssen hier entstanden sein!

Berliner cafés

Blumencafé
Schönhauser Allee 127a
10437 Berlin (Prenzlauer Berg)

Ich bin seit jeher ein großer Fan von Zimmerpflanzen, auch wenn es eine Weile gedauert hat, bis mein Daumen so richtig „grün“ wurde. Wenn ich also nicht gerade in Gesellschaft meiner wachsenden Monstera in meinem eigenen Wohnzimmer Kaffee trinke, ziehe ich mich gerne zwischen die Plfanzen im „Blumencafé“ auf der Schönhauser Allee zurück! Hier sitzt man auf Plüschsofas, trinkt seinen Kaffee aus dem Kännchen und krault dabei die Café-Katze, die das sehr gerne mitmacht. Etwas scheuer sind dagegen die beiden großen Aras, deren buntes Gefieder ebenso faszinierend ist wie ihre spitzen Schreie, die regelmäßig durch das Café hallen. Schließt man die Augen, wähnt man sich im Dschungel oder zumindest im Gewächshaus des Botanischen Gartens

 

Berliner Cafés

Café Pförtner
Uferstraße
Berlin (Wedding)

„Nächster Halt: Uferhallen. ENDSTATION! Bitte alle sitzenbleiben. Kaffee oder Tee?“ Das Café Pförtner im Wedding ist wirklich eines der ungewöhnlichsten Kaffeehäuser, das ich kenne: Es handelt sich um einen ausrangierter Linienbus (übrigens aus dem Rheinland, verrät eine alte Anzeige), der, gekoppelt an ein altes Pförtnerhäuschen aus dunklen Backsteinen, zum Verweilen einlädt. Hier kann man sich in Ruhe mit Kaffee und Buch auf eine der Bänke fläzen, lesen oder aus dem Fenster schauen und von einer großen Reise träumen. Und Fahrkartenkontrolleure gibt es auch nicht!

Berliner Cafés

Café ORA
Oranienplatz 14
10999 Berlin (Kreuzberg)

Als Kind wollte ich lange Zeit Apothekerin werden, unsere Nachbarn besaßen eine und ich durfte oft hinter die Kulissen und zwischen den Tablettenpackungen Fangen spielen. Schon immer faszinierte mich die Einrichtung aus dunklem Holz, die Glaskaraffen mit rätselhaften Tinkturen und die verbotenen Schachteln hinter verschlossenen Türen. Das ORA hat sich einen dieser Orte zu eigen gemacht: Es ist die alte Apotheke am Oranienplatz, in der man nun nicht mehr Aspirin kauft, sondern Kaffee und Kuchen. Zu Stoßzeiten wird es manchmal etwas voll, aber wer zeitig vor Ort ist, kann sich eine der grünen Ledersofas reservieren und fünfe gerade sein lassen…

Berliner Cafés

König Otto
Das Kaffenion im KINDL
Am Sudhaus 3, 12053 Berlin

Das letzte ungewöhnliche Café steht den anderen Kandidaten in nichts nach: Das „Kaffenion im KINDL“ oder auch „König Otto“ befindet sich im alten Sudhaus der ehemaligen KINDL-Brauerei. Hier schlürft man seinen Kaffee in friedlicher Gemeinschaft mit vier großen, bronzenen Bottichen. Auf den ersten Blick wirkt das Kaffeehaus vielleicht etwas kühl, aber der Kaffee schmeckt gut und es ist genügend Platz, um sich für einen richtigen Lese-Nachmittag dort einzurichten.

 

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