Ahrenhoop, der Jazz ist da!

Idyllisches Ahrenshoop

Idyllisches Ahrenshoop

Eine Pressereise fühlt sich immer ein bisschen an wie Klassenfahrt – allerdings mit wildfremden Leuten die (so läuft der Journalismus in Deutschland!) meistens fast doppelt so alt sind wie man selbst und fast ausschließlich dem männlichen Geschlecht angehören.

Schwamm drüber, denn die sieben Herren der Schöpfung, die mit mir die vier Tage auf der zuckersüßen Halbinsel Fischland-Darß-Zingst verbrachten (plus eine weitere Quotendame), waren die perfekten Begleiter für Diskussionen über unseren Beruf – und zum Quatsch machen.

Denn wer wie ich beim Dinner mit dem Bürgermeister angesichts von drei Gabeln, drei Messern, einem grätigen Riesenfisch und den zu jedem Gang neu gereichten Alkoholika ins Schwurbeln kommt, der muss danach einfach bei Sonnenuntergang auf der Zingster Seebrücke alte Seemanslieder singen dürfen.

Achja, der Grund für diese Reise, die auf den charmanten Tourismusverband von MeckPomm zurückgeht, war natürlich nicht (ausschließlich) das gemeinsame Besäufnis und das Schlafen in übergroßen Hotelzimmern mit Meerblick, sondern: Die Kunst.

Ahrenshoop schmückt sich nicht umsonst mit dem Titel „Künstlerkolonie“ – hier wird wirklich an jeder Ecke gemalt. Und gar nicht mal so schlecht, von Hausfrauenkunst wenig bis gar keine Spur. Stattdessen zarte Malereien von Bodden und Meer, träumerische Himmelsbilder und die Liebe zu den örtlichen Traditionen (& zu Jazz, den man dort aber unbedingt „Jatz“ aussprechen sollte!)

Zurück in der Stadtluft war ich zum einen randvoll mit Fisch, zum anderen mit Inspiration für meine Artikel. Und dem Versprechen, ganz bald wieder zu kommen – Berlin ist schließlich nur einen Katzensprung entfernt.

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