Berlin liest: Die besten Literatur-Events im Januar

Literatur

Es wird nicht langweilig in Berlin: Im Januar locken uns etliche Literaturveranstaltungen aus dem Haus. Ich hab die besten aufgelistet!

Donnerstag, 10. Januar, 20 Uhr
Literaturforum im Brecht-Haus
Lion Feuchtwanger „Ein möglichst intensives Leben. Die Tagebücher“
Holger Teschke im Gespräch mit Klaus Modick
Feuchtwanger hatte sich nie als Tagebuchschreiber bezeichnet – insofern überraschend war der Fund seiner Aufzeichnungen. Das ist zwar schon 30 Jahre her, veröffentlicht wurden sie aber erst kürzlich: „Die Notizen sind Zeugnis seines exzessiven Schreibens und seines rauschhaften Lebens. Der Tagebuchschreiber erweist sich als ein vorbehaltlos offener Chronist des eigenen bewegten Lebens sowie zentraler Kapitel deutscher Geschichte.“.
Eintritt 5/3€

Donnerstag, 10. Januar, 20.30 Uhr
Buchhändlerkeller Charlottenburg
Ursula Krechel liest aus Geisterbahn
„Fast ein Jahrhundert umspannt der Bogen dieses Romans. Geisterbahn erzählt die Geschichte einer deutschen Familie, der Dorns. Als Sinti sind sie infolge der mörderischen Politik des NS-Regimes organisierter Willkür ausgesetzt: Sterilisation, Verschleppung, Zwangsarbeit. Am Ende des Krieges, das weitgehend bruchlos in den Anfang der Bundesrepublik übergeht, haben sie den Großteil ihrer Familie, ihre Existenzgrundlage, jedes Vertrauen in Nachbarn und Institutionen verloren.“

Dienstag, 15. Januar, 19 Uhr
Akademie der Künste, Pariser Platz
Das Abenteuer des Lesens. Siebzig Jahre Sinn und Form
„Im Januar 1949 erschien das erste Heft von Sinn und Form. Das siebzigjährige Jubiläum der von der Akademie der Künste herausgegebenen Beiträge zur Literatur soll Anlass sein, nach der heutigen und künftigen Bedeutung von Zeitschriften für Autoren wie für Leser zu fragen.“ Mit Georg Klein, Kornelia Koepsell, Dénes Krusovszky, Sibylle Lewitscharoff, Gustav Seibt, Cécile Wajsbrot, Matthias Weichelt und Katharina Teutsch.
Eintritt 6/4€

Dienstag, 15. Januar, 19.30 Uhr
Literarisches Colloqium Berlin
„WeiterSchreiben“ – Lesung mit Ramy Al-Asheq und Monika Rinck
WeiterSchreiben.Jetzt ist ein Portal für Literatur und Musik aus Krisengebieten, auf dem Autorinnen und Autoren, die größtenteils im Exil in Deutschland leben, ihre Texte im Original und in deutscher Übersetzung online veröffentlichen. Dabei arbeiten sie mit deutschsprachigen Autoren zusammen.“
Eintritt frei

Dienstag, 15. Januar, 20 Uhr
Literaturforum im Brecht-Haus
Michael Göring liest aus Hotel Dellbrück
„Der 15-jährige Sigmund gelangt mit einem Kindertransport nach England. Er entkommt so Krieg und Holocaust, studiert und wird Lehrer, kehrt nach Deutschland zurück und hat mit den alten Vorurteilen zu kämpfen. Sein Sohn, 1955 geboren, ist lange auf der Suche – wann macht das Leben Sinn? – und verbringt einige Zeit in Poona. Zentraler Ort für die verstreute Familie bleibt das Hotel Dellbrück, das schließlich ein Flüchtlingswohnheim wird.“
Eintritt 5€/3€

Donnerstag, 17. Januar, 20 Uhr
Buchhändlerkeller Charlottenburg
In Patagonien und anderswo. Das ruhelose Leben des Bruce Chatwin
„Bruce Chatwin veröffentlichte sein erstes Buch mit 37 Jahren: “In Patagonien” wurde auf Anhieb ein Welterfolg. 1980 folgte sein erster Roman “Der Vizekönig von Ouidah”. Dessen Verfilmung durch Werner Herzog mit Klaus Kinski unter dem Titel “Cobra Verde” sollte die einzige Verfilmung eines seiner Werke bleiben, die Chatwin erlebte; er starb 1989 an AIDS. In der Reihe “LebensBilder” widmet Jürgen Tomm einen Abend im Buchhändlerkeller Leben und Werk Bruce Chatwins zu dessen 30. Todestag.“

Donnerstag, 17. Januar, 20 Uhr
ocelot, not just another bookstore
Armin Mueller-Stahl „Der wien Vogel fliegen kann“
Buchpremiere und Vernissage
„Armin Mueller-Stahl (*1930), deutscher Schauspieler von Weltrang, ist längst auch als versierter Dichter und Maler bekannt. Mit dem großformatigen Band Der wien Vogel fliegen kann erscheint nach Die Blaue Kuh nun ein weiteres politisches Gedicht, das der Künstler mit expressiven Malereien zu einer kraftvollen Gesamtkomposition vereint.“
Eintritt 5€

Donnerstag, 17. Januar, 20 Uhr
Literaturforum im Brecht-Haus
Michael Lentz liest aus Schattenfroh. Ein Requiem
„„Schattenfroh“, dieser Roman, der in die Tiefe geht, ein Requiem, das an den Tod des Vaters erinnert, ist zugleich verspielt und heiter, wenn der Autor, keine Windung scheuend, sich in sprachliche Höhen empor schreibt: „Man nennt es schreiben“, aber was es bedeutet zu schreiben?“
Eintritt 5/3€

Dienstag, 22. Januar, 20 Uhr
Literaturforum im Brecht-Haus
Einar Schleef „Und der Himmel so blau. Ein Lesebuch“.
Der Herausgeber Hans-Ulrich Müller-Schwefe im Gespräch mit dem Verleger Ingo Držečnik.
„Einar Schleef war nicht nur einer der einflussreichsten Theaterregisseure im deutschsprachigen Raum, sondern auch einer der vielseitigsten und begabtesten Gegenwartskünstler: Er war Maler, Grafiker, Bühnenbildner, Fotograf, Schauspieler – aber auch Schriftsteller. Das kürzlich erschienene Lesebuch – eine Wundertüte vermischter Nachrichten aus Werk und Leben Schleefs – bietet Erzählungen, Märchen, Berichte, Fremd-­ und Selbstbeobachtungen.“
Eintritt 5/3€

Donnerstag, 24. Januar, 20.30 Uhr
Buchhändlerkeller Charlottenburg
Michael Kumpfmüller liest aus Tage mit Ora
„Eine Frau und ein Mann beschließen, gemeinsam zu verreisen. Was ist ungewöhnlich daran? Die beiden kennen sich kaum. Das Einzige, was sie wissen: Sie fühlen sich zueinander hingezogen. Eigentlich kann es mit ihnen nichts werden, aber vielleicht ja doch. Auf der Reise wollen sie es ergründen.“

Dienstag, 29. Januar, 20 Uhr
Literaturforum im Brecht-Haus
Natascha Wodin liest aus Irgendwo in diesem Dunkel
Nach Sie kam aus Mariupol, in der die Autorin das Leben ihrer Mutter nachzuvollziehen versucht, widmet sich Natascha Wodin in ihrem neuen Buch dem Leben ihres Vaters. Ein dunkler Text voller Schmerz und Abgründe – und einer der eindringlichsten, die ich seit langem gelesen habe.
Eintritt 5/3€

Donnerstag, 31. Januar, 19.30 Uhr
Literarisches Colloqium am Wannsee
Poesie-Casino am Wannsee
Es ist wieder Zeit für das literarische Roulette: An diesem Abend lesen verschiedene Autor*innen in sonst unzugänglichen Räumen des Hauses aus ihren Gedichten: Daniela Seel,
Farhad Showghi, Sandra Burkhardt, Martina Hefter, Andreas Töpfer, Christiane Heidrich, Sibylla Vricic Hausmann, Ulf Stolterfoht und Sean Bonney.
Eintritt 8/5€

Donnerstag, 31. Januar, 20 Uhr
Literaturforum im Brecht-Haus
María Cecilia Barbetta liest aus Nachtleuchten
„Die 1972 in Buenos Aires geborene Autorin María Cecilia Barbetta erzählt in ihrem neuen Roman mit feinem Gespür für die Poesie des Alltags über das Leben der einfachen Leute in dem Einwandererviertel Ballester – in dem sie selbst ihre Kindheit verbrachte – vor und während der Zeit der Militärdiktatur in Argentinien. Hier kämpfen die Menschen aus aller Welt um ihre Existenz, für den Aufbruch, die Revolution und eine bessere Zukunft, doch politische Spannungen zerreißen das Land.“
Eintritt 5/3€

Donnerstag, 31. Januar, 20.30 Uhr
Buchhändlerkeller Charlottenburg
Ulrich Woelk liest aus Der Sommer meiner Mutter
„Sommer 1969. Während auf den Straßen gegen den Vietnamkrieg protestiert wird, fiebert der elfjährige Tobias am Stadtrand von Köln der ersten Mondlandung entgegen. Zugleich trübt sich die harmonische Ehe seiner Eltern ein. Seine Mutter fühlt sich eingeengt, und als im Nachbarhaus ein linkes, engagiertes Ehepaar einzieht, beschleunigen sich die Dinge.“

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