Berlin liest: Die besten Literatur-Events im Juni

Literatur

Im Mai habe ich urlaubsbedingt ausgesetzt, für den Juni hab ich wieder gesammelt: Die Übersicht über Lesungen und Literatur-Events in Berlin!

 

Sonntag, 2. Juni, 18 Uhr
Großer Sendesaal des rbb
Elif Shafak liest aus Unerhörte Stimmen
Hauptfigur ist die sterbende Prostituierte Leila, die in den letzten Augenblicken ihres Bewusstseins ihr Leben an sich vorüberziehen sieht: ihre Weggefährten und Feinde, entscheidende Momente, die Geschichte, die zu ihrem Tod führte, die unzähligen Eindrücke der Stadt Istanbul. Mit Leila bekommen all jene Menschen eine Stimme, die darum kämpfen müssen, ihren eigenen, unkonventionellen Weg zu gehen“
Eintritt 12€

Montag, 3. Juni, 20 Uhr
Backfabrik Klinker Lounge
Joey Goebel liest aus Irgendwann wird alles gut
„Ein junger Mann wartet mit zwei Drinks auf seine Angebetete. Sie kommt pünktlich – im Fernsehen. Ein zwölfjähriges Mädchen will nicht zu schnell erwachsen werden. Und ein Messie findet ins Leben zurück dank einer hübschen Frau, die womöglich noch trauriger ist als er selbst. Ein paar ganz normale Menschen, deren Leben nicht das ist, was sie sich erträumt haben.“ Die deutsche Übersetzung wird von Max Riemelt gelesen.
Eintritt 16€

Dienstag, 4. Juni, 19.30 Uhr
Literaturhaus
„Nach der Wahl“ – Iryna Tsylik und Efe Duyan im Gespräch mit Max Czollek
„Unabhängig vom Ausgang der Europawahl im Mai setzt Max Czollek die dreiteilige Reihe mit europäischen Lyriker*innen fort. Ihr Schreiben ist Teil der Suche nach einer Sprache für »Europa«, das dabei sowohl als Chiffre für eine konkrete Utopie wie auch als politische Realität für eine derzeit viel kritisierte Situation stehen kann. Ein Labor der radikalen gesellschaftlichen Vielfalt, die schon heute eine europäische Realität ist.“
Eintritt 7€/4€

Dienstag, 4. Juni, 19.30 Uhr
Literarisches Colloquium Berlin
„Grand Tour – Reise durch die junge Lyrik Europas“
„Die von Federico Italiano und Jan Wagner herausgegebene Lyrikanthologie ist als ‚Reise durch die junge Lyrik Europas‘ angelegt und versammelt über 700 Gedichte von 450 Autor*innen in 47 Sprachen – jeweils mit einer Übersetzung ins Deutsche. An diesem Abend kommt es zu einer niederländisch-kroatisch-englisch-deutschen Konstellation. Es lesen Mustafa Stitou (Niederlande) mit seinem Übersetzer Gregor Seferens, Marko Pogačar (Kroatien) mit Alida Bremer und Sasha Dugdale (Großbritannien) mit Jan Wagner.“
Eintritt 8€/5€

Mittwoch, 5. Juni, 18.30 Uhr
Literarisches Colloquium Berlin
Jonathan Franzen: „Das Ende vom Ende der Welt“
„Im Gespräch mit seinem Übersetzer Wieland Freund stellt Franzen seinen soeben erschienenen Essayband ‚Das Ende vom Ende der Welt vor‘. Seine große Liebe gilt der Literatur und den Vögeln, und ‚Das Ende vom Ende der Welt‘ ist ein leidenschaftliches Plädoyer für beides.“
Eintritt 8€/5€

Mittwoch, 5. Juni, 19.30 Uhr
Literaturhaus
„Jüdische Literaturen“: Olga Martynova und Yevgeniy Breyger im Gespräch mit Jo Frank
„Olga Martynova (*1962), Lyrikerin, Essayistin, Romanautorin, aufgewachsen in Leningrad, und der Lyriker Yevgeniy Breyger, geboren 1989 in Charkow, Ukraine, sprechen mit Jo Frank über das Label jüdisch. Wie prägt Jüdisch-Sein das eigene Schreiben und wie begegnen die Autor*innen der Vermarktung als jüdische*r Autor*in?“
Eintritt 7€/4€

Mittwoch, 5. Juni, 20 Uhr
Literaturforum im Brecht-Haus
„Aufklären ohne zu verklären. Wie umgehen mit der Neuen Rechten?“ – mit Jörg-Uwe Albig und Christian Fuchs
„Wie viel Aufmerksamkeit verdient die sogenannte Neue Rechte? In dem Roman »Zornfried« schlägt das journalistische Interesse eines Reporters an neurechten Dichtern auf einem Rittergut zunehmend in Faszination um. Jörg-Uwe Albig parodiert die neurechten Bewegungen unserer Gegenwart und die Medien, die deren Treiben mit sensationsfreudigem Eifer begleiten. Christian Fuchs war für Recherchen zu »Das Netzwerk der Neuen Rechten« über Jahre hinweg mit einflussreichen Figuren der rechten Szene unterwegs. Im Gespräch werden Strategien im Umgang mit der „Neuen Rechten“ diskutiert.“
Eintritt 5€/3€

Donnerstag, 6. Juni, 20 Uhr
Buchhandlung Montag
Ally Klein liest aus Carter
„Carter zieht alle Menschen um sich herum in ihren Bann. Auch das namenlose Ich dieser Geschichte ist wie erschlagen, als es Carter bei einem Streifzug durch die Nacht im gelben Laternenschein entdeckt, und buhlt fortan um sie. Wie viel Nähe Carter zulässt, wie eng die Bindung sein darf, das bestimmt sie allein.“
Eintritt 8€

Dienstag, 11. Juni, 20 Uhr
ACUD MACHT NEU
KOOKread im Juni: I am not a robot
„Wenn aus Chatverläufen, digitalen Collagen, Instafeeds und botgenerierten Texten Literatur wird: Am 11. Juni geht es bei KOOKread um neue Konzepte literarischer Selbstermächtigung.
Mit Hannes Bajohr, Sarah Berger, Christiane Frohmann und Carsten Schneider präsentiert die Lesereihe im ACUD vier impulsgebende Künstler*innen einer lebendigen und vom Literaturbetrieb zumeist ignorierten Szene, die sich einer selbst- und formbewussten literarischen Sprache bedient, die weit mehr ist als copy&paste.“
Eintritt 7€/5€

Mittwoch, 12. Juni, 20 Uhr
Literaturforum im Brecht-Haus
Jan Brandt „Ein Haus auf dem Land / Eine Wohnung in der Stadt“ und Lisa Vollmer „Strategien gegen Gentrifizierung“
„Der Schriftsteller Jan Brandt fragt in ‚Ein Haus auf dem Land / Eine Wohnung in der Stadt‘ nicht primär danach, wie wir leben wollen, sondern vor allem: wo? In Ihrhove, dem Heimatdorf des Autors, ist er mit einem profitorientierten Bauunternehmer konfrontiert. In Berlin, wohin sich Brandt Ende der Neunziger geflüchtet hatte, soll er zeitgleich wegen Anmeldung von Eigenbedarf aus der Mietwohnung fliegen. Einen prägnanten Überblick zur Theorie der Gentrifizierung gibt Lisa Vollmer in ihrem Buch ‚Strategien gegen Gentrifizierung‘. Ihre Einführung versammelt auch Gegenentwürfe, die soziale Bewegungen gefunden haben. Lässt sich Gentrifizierung stoppen?“
Eintritt 5€/3€

Donnerstag, 13. Juni, 19.30 Uhr
Literaturhaus
„Guten Morgen, du Schöne“ – Luise Boege und Bettina Hartz über Maxie Wander
„Maxie Wanders »Protokolle nach Tonband« erregten 1977 in Ost wie West sofort und langanhaltend allergrößtes Interesse: 19 Frauen unterschiedlichen Alters, aus verschiedenen Berufen und Schichten, sprechen offen über ihre Erfahrungen als Mensch, Frau, Arbeitskraft in Familie und sozialistischer Gesellschaft. Die Schriftstellerinnen Luise Boege (*1985 Würzburg) und Bettina Hartz (*1974 in Ost-Berlin) sind dazu in einen Dialog getreten, und befragen mit Maxie Wander ihre Herkunft und ihre (weibliche) Gegenwart.“
Eintritt 7€/4€

Freitag, 14. bis Donnerstag, 20. Juni
diverse Orte & Zeiten
20. poesiefestival berlin
Unter dem Motto „Endlich Zeit für Sprache“ präsentiert das internationale Festival unter der Mitwirkung von 150 KünstlerInnen aus 25 Ländern Poesie in unterschiedlichsten Formen und in Verbindung mit Kunst, Theater, Performance, Musik, Film und digitalen Medien. Programm-Höhepunkte sind die Veranstaltungen „Poets‘ Corner: Lyrik in den Bezirken“ am 11. Juni, „Weltklang – Nacht der Poesie“ am 14. Juni und der Lyrikmarkt in der Akademie der Künste am Hanseatenweg am 16. Juni.

Samstag, 15. Juni, 15 Uhr
Sommerfest im Brecht-Haus
„Es gibt Musik von Bernd Weißig und Hans-Joachim Frank, Bernadette La Hengst und Hans-Eckardt Wenzel, Führungen durch das Brecht-Weigel-Museum und über den Dorotheenstädtischen Friedhof, das Offene Archiv, Sommerfest- Lesungen mit Ingo Schulze, Holger Teschke und Richard Pietraß sowie um 21 Uhr eine Geisterstunde auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof u.a. mit Christian Grashof, Christoph Hein, Heike Jonca, Ingo Schulze, Klaus Siebenhaar, Klaus Staeck – bei Saxophon Klängen von Warnfried Altmann und geöffneter Kapelle mit der Lichtkunst James Turrells.“
Eintritt frei

Montag, 17. bis Freitag, 21. Juni
Buchhandlung Uslar & Rai
Uslar & Rai Festival – 5 Tage 5 Veranstaltungen
Lesungen finden in der Buchhandlung auf der Schönhauser Allee in Prenzlauer Berg regelmäßig statt; weil die Resonanz so groß ist, weiten Frau Uslar und Herr Rai das Ganze zu einem Festival aus! An fünf Abenden lesen u.a. Isabelle Lehn, Anna Gien & Marlene Stark (aus ihrem Debütroman M), Rachel Kushner, Lola Randl (aus Der große Garten) und Friedemann Karig.
Eintritt je 12€/Tickets für das gesamte Festival 48€

Montag, 17. Juni, 19.30 Uhr
Literaturhaus
„Ich hab noch einen Toten in Berlin“
„Ein Regisseur und ein Drehbuchautor fahren nach Berlin, lassen sich von einem Gangster beraten und jagen der US-Armee eine Million Dollar ab: »Ich hab noch einen Toten in Berlin« heißt der Romanerstling von Ulf Miehe, den sein Kollege Jörg Fauser ‚den besten Krimiliteraten, den Deutschland bisher hervorgebracht hat‘, nannte. Zum 30. Todestag ehrt das Literaturhaus Berlin Ulf Miehe mit einem Themenabend“
Eintritt 7€/4€

Dienstag, 18. Juni, 19.30 Uhr
Literarisches Colloquium Berlin
Marlene Steeruwitz liest aus Flammenwand
„Stockholm im März. Nach einem schweren Winter hat es immer noch minus 15 Grad und das Eis knirscht unter Adeles Schritten. Als sie von Einkäufen zurückkehrt, sieht sie ihren Geliebten von weitem das Haus verlassen und geht ihm nach. Je näher sie ihm kommt, desto unsichtbarer wird er. Warum laufen wir immer den gleichen Bildern hinterher? Worauf ist eigentlich Verlass? Und warum muss die Liebe zur Hölle werden?“
Eintritt 8€/5€

Dienstag, 18. Juni, 20 Uhr
Literaturforum im Brecht-Haus
Andreas Maier liest aus Die Familie
„Eines der faszinierendsten Erinnerungsbuch-Projekte der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur wird fortgeschrieben: „neulich sagte ich mir, Du nimmst jetzt alles, deine Heimat, die ganze Wetterau, deine Familie (…) und machst daraus dein letztes Werk, ein Werk, das du so lange weiterschreibst, bis du tot bist“.
Eintritt 5€/3€

Mittwoch, 19. Juni, 19.30 Uhr
Literarisches Colloquium Berlin
„Wohin, wohin?“ Anke Stelling und Albrecht Selge in Lesung und Gespräch
„Die Bücher von Anke Stelling und Albrecht Selge stellen eine der aktuellsten Fragen der Gegenwart: Wie kann man sich nach einem sozialen Absturz wieder aufrichten und weitermachen? Ist es in dieser Situation überhaupt möglich, ein empathischer Mensch zu bleiben?“ Anke Stelling liest aus ihrem prämierten Roman Schäfchen im Trockenen, Albrecht Selge aus seinem Roman Fliegen.

Samstag, 22. Juni, 14 Uhr
Literarisches Colloqium Berlin
Kleine Verlage am großen Wannsee
Der Klassiker im Sommer: Das LCB lädt kleine Verlage – diesmal sind es 50 aus dem deutschsprachigen Raum – in Haus und Garten am Wannsee ein. Es wird gelesen, gequatscht und abends getanzt!
Eintritt 8€/5€

Mittwoch, 26. Juni, 20 Uhr
Literaturforum im Brecht-Haus
Regina Scheer liest aus Gott wohnt im Wedding
„Im ehemals roten Wedding kreuzen sich die Lebens wege von Angestammten und Zugezogenen, von Verlierern, Verfolgten und Verachteten, alle auf der Suche nach einem Stückchen Glück.“ Meine Rezension des Romans findet ihr hier.
Eintritt 5€/3€

 

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