Berlin liest: Die besten Literatur-Events im September

Literatur

Pünktlich zum Start des Internationalen Literaturfestivals in Berlin hab ich für euch zusammengesammelt, was literarisch im September noch so passiert!

Mittwoch, 5. September – Samstag, 15. September, diverse Zeiten und Orte
Internationales Literaturfestival Berlin
Ein Highlight im Literaturkalender Berlins: Das internationale Literaturfestival vereint unzählige Autor*innen aus aller Herren Länder, die für Lesungen, Diskussionen und Workshops angereist sind. Im Programm stehen u.a. Eva Menasse (die die Eröffnungsrede hält), Esther Kinsky, Will Self und Juli Zeh.
Einzelkarte 8€, Tageskarte 18€, Festivalticket 60€

Donnerstag, 6. September, 20 Uhr
autorenbuchhandlung
Donat Blum liest aus Opoe
Opoe ist die Fremde. Die fremd gebliebene Großmutter. Nun ist sie tot. Die einsame und exzentrische Frau, die ihn bis zum Schluss gesiezt hat. Der Enkel reist zu den Orten, an denen sie gelebt hat. Nach Holland und in die Schweiz. Versucht, ihrem Schweigen eine Stimme zu geben. Versucht, herauszufinden, wer Sie war, und was das mit ihm zu tun hat.“

Mittwoch, 12. September, 19.30 Uhr
Literarisches Colloquium Berlin
Maike Wetzel liest aus Elly
„Plötzlich und unter ungeklärten Umständen verschwindet die elfjährige Elly aus dem Leben ihrer Familie. Die Erinnerung an die verschollene Schwester geistert durch die Gedanken ihrer Eltern und Schwester und alle drei finden ihre eigenen, zum Teil destruktiven Mechanismen, um die schmerzvolle Leere zu füllen. Aber auch als Elly vier Jahre später verängstigt und verändert wiederauftaucht, findet die Familie keine Ruhe – ihre Selbstwahrnehmungen und Verhältnisse werden noch unklarer und komplexer.“
Eintritt 8€/5€

Freitag, 14. September, 19 Uhr
Buchhändlerkeller
Archil Kikodze liest aus Der Südelefant
Weil ein alter Freund die Wohnung des Erzählers braucht, um sich dort heimlich mit einer Frau zu treffen, wird dieser für einen Tag obdachlos. Er zieht durch die Straßen und Cafés seiner Heimatstadt Tiflis, lässt sich treiben, folgt seiner Eingebung, und dort, in den Parks und am Flussufer, zwischen anonymen Passanten und bei alten Freunden, denen er begegnet, kommen in ihm Erinnerungen hoch an vergangene Zeiten.

Dienstag, 18. September, 19.30 Uhr
Literarisches Colloqium Berlin
Hausgäste
„Was wird am Wannsee geschrieben?“ Vier aktuelle Hausgäste des Literarischen Colloqiums beantworten diese Frage im Gespräch und mit Lesungen. Mit dabei sind Verena Boos, Lisa Kreißler, Jovana Reisinger und Adam Schwarz.
Eintritt frei

Dienstag, 18. September, 19 Uhr
Deutsches Spionagemuseum
Lutz Wilhelm Kellerhoff Die Tote im Wannsee
Kommissar Wolf Heller interessiert sich eigentlich nicht für Politik, doch plötzlich ist alles politisch. Ohne es zu wollen, gerät er zwischen die Fronten. Die Polizei gilt als reaktionärer Haufen, Studenten demonstrieren lautstark in den Straßen, und seine Freundin Louise zieht in eine Kommune. Da wird eine junge Frau tot am Ufer des Wannsees gefunden.“ Über den Debütroman des Autoren-Trios lest ihr demnächst auch bei mir.
Eintritt frei

Mittwoch, 19. September, 20 Uhr
Literaturforum im Brecht-Haus
Hannes Köhler liest aus Ein mögliches Leben
„In Hannes Köhlers zweitem Roman „Ein mögliches Leben“ begleitet ein junger Mann seinen Großvater auf einer Reise in die USA. Dort besucht er die Orte, an denen er 1944 als Kriegsgefangener interniert war. Als überzeugter Nationalsozialist war er in den Krieg gezogen, in den USA fand er Rettung und Sicherheit vor den Schrecken des Krieges.“
Eintritt 5€/3€

Mittwoch, 19. September, 20 Uhr
Georg-Büchner-Buchladen
Lukas Rietzschel liest aus Mit der Faust in die Welt schlagen
Philipp und Tobias wachsen in der Provinz Sachsens auf. Im Sommer flirrt hier die Luft über den Betonplatten, im Winter bricht der Frost die Straßen auf. Der Hausbau der Eltern scheint der Aufbruch in ein neues Leben zu sein. Doch hinter den Bäumen liegen vergessen die industriellen Hinterlassenschaften der DDR, schimmert die Oberfläche der Tagebauseen, hinter der Gleichförmigkeit des Alltags schwelt die Angst vor dem Verlust der Heimat.“
VVK 10€, AK 12€

Freitag, 21. September, 20 Uhr
Literaturforum im Brecht-Haus
Michael Wildenhain in Lesung und Gespräch
„Von Theatertexten, Gedichten, Kinder- und Jugendbüchern bis hin zu Texten in den Genres Kriminalroman und Science Fiction, vor allem aber inzwischen knapp ein Dutzend Romane: Michael Wildenhains literarisches Werk umfasst fünfunddreißig Jahre und hat sich dabei immer eng am Puls der Zeit orientert. Anlässlich seines 60. Geburtstags liest er aus ausgewählten Texten.“ Meine Besprechung seines letzten Romans Das Lächeln der Alligatoren findet ihr hier.

Freitag, 21. September, 20 Uhr
Uslar & Rai
Annette Hess liest aus Deutsches Haus
Frankfurt 1963. Eva, gelernte Dolmetscherin und jüngste Tochter der Wirtsleute Bruhns, steht kurz vor ihrer Verlobung. Unvorhergesehen wird sie gebeten, bei einem Prozess die Zeugenaussagen zu übersetzen. Ihre Eltern sind, wie ihr zukünftiger Verlobter, dagegen: Es ist der erste Auschwitz-Prozess, der in der Stadt gerade vorbereitet wird.

Dienstag, 25. September, 19 Uhr
Deutsches Theater Berlin
Brücke Berlin Theaterpreis
„Der ‚Brücke Berlin Literatur- und Übersetzerpreis 2018‘ geht an den in Berlin lebenden georgischen Autor Zaza Burchuladze und seine Übersetzerin Natia Mikeladse-Bachsoliani für den Roman Touristenfrühstück; den erstmals vergebenen ‚Brücke Berlin Theaterpreis‘ erhalten die serbische Autorin Iva Brdar und ihre Übersetzerin Alida Bremer für das Stück Daumenregeln.“ Vergeben wird der Preis im Deutschen Theater Berlin.
Eintritt frei, Anmeldung unter becker@lcb.de

Donnerstag, 27. September, 20:30 Uhr
Buchhändlerkeller
Die Poetologie des Brühwürfels – über das Schreiben und Lesen von Literatur
„Wer schreiben will, muss auch lesen können: Katja Lange-Müllers Berichte aus der eigenen Werkstatt und über die Geheimnisse der großen »Kollegen«, von Herman Melville, Johann Peter Hebel, Mark Twain, Heinrich von Kleist bis zu Adolf Endler und Wolfgang Hilbig.“ Katja Lange-Müller liest aus ihren Frankfurter Poetikvorlesungen.

Donnerstag, 27. September, 19.30 Uhr
Museen Dahlem
Ralf Rothmann liest aus Der Gott jenes Sommers
„Ein Kind im Krieg: Anfang 1945 muss die zwölfjährige Luisa Norff mit ihrer Mutter und der älteren Schwester aus dem bombardierten Kiel aufs Land fliehen. Das Gut ihres Schwagers Vinzent, eines SS-Offiziers, wird ein unverhoffter Raum der Freiheit.“ Ralf Rothmann hat mit seiner unvergleichlichen Stimme einen neuen Roman geschrieben, der die „Stunde Null“ nach dem zweiten Weltkrieg neu unter die Lupe nimmt.
Eintritt 12€/8€

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