Berlin liest: Die besten Literatur-Events im Februar

Literatur

Dies geht raus an alle Lesewürmer und Bücherratten: Der Februar ist wieder mal pickepackevoll mit spannenden Lesungen! Also zückt euren Kalender, denn ich habe euch eine Übersicht über die besten Events zusammengestellt!

Mittwoch, 1. Februar, 20 Uhr
Literaturhaus Berlin
Manuela Reichert liest: „Beziehungsweise. Liebesvariationen“
Manuela Reichart erzählt von allen Facetten der Liebe: Von Annemarie, die nach ihrer Scheidung in Paris als Sarah ein neues Leben beginnt, zuerst mit einem Mann, dann mit einer Frau. Von der Frau, die den falschen Mann im richtigen Leben wählt. Oder ist es der richtige Mann im falschen Leben?“
Eintritt 5€/3€

Dienstag, 7. Februar, 20 Uhr
Kantine am Berghain
Fatma Aydemir „Ellbogen“
„Sie ist siebzehn. Sie ist in Berlin geboren. Sie heißt Hazal Akgündüz. Eigentlich könnte aus ihr eine gewöhnliche Erwachsene werden. Nur dass ihre aus der Türkei eingewanderten Eltern sich in Deutschland fremd fühlen. Und dass Hazal auf ihrer Suche nach Heimat fatale Fehler begeht. Erst ist es nur ein geklauter Lippenstift. Dann stumpfe Gewalt. Als die Polizei hinter ihr her ist, flieht Hazal nach Istanbul, wo sie noch nie zuvor war.“
Tickets an der Abendkasse 8€/6€

Dienstag, 7. Februar, 20 Uhr
Lettrétage
Juliana Kálnay „Eine kurze Chronik des allmählichen Verschwindens“
„In dem Haus mit der Nummer 29 gehen seltsame Dinge vor sich. Don verwandelt sich vor den Augen seiner Frau Lina in einen Baum. Sie gießt ihn täglich und kämmt ihm die Äste ins Gesicht. Ronda hält Goldfische in einem fensterlosen Raum und ein unbemerkter Mitbewohner nistet sich im Aufzug ein, während eine Wohnung ihre Mieter förmlich verschluckt. Rita, fast so alt wie das Haus selbst, ist Beobachterin, Schlichterin und Richterin.
Eintritt frei

Donnerstag, 9. Februar, 20 Uhr
Literaturhaus Berlin
Was ist denn hier passiert?
„Jörg Baberowski, Jens Bisky und Elke Schmitter sortieren, loben und tadeln Publikationen zur Geschichte, Kulturgeschichte, Politik und Literatur. In zwanglosem Gespräch unterhalten sich die Literaturkritiker und Historiker über Neuerscheinungen.“ Im Mittelpunkt stehen die Bücher von Matthias Brandt „Raumpatrouille“, Gisela von Wysock „Wiesengrund“, Didier Eribon „Rückkehr nach Reims“, Jörg Später „Siegfried Kracauer – Eine Biographie“, Ingeborg Gleichauf „Poesie und Gewalt. Das Leben der Gudrun Ensslin“.
Eintritt 5€/3€

Freitag, 10. Februar, 20 Uhr
Literaturhaus Berlin
Pawel Salzman: Die Welpen
In seinem Roman „Die Welpen“, übersetzt von Christiane Körner, erzählt Pawel Salzman (1912-1985) vom Leben der Menschen aus der Perspektive zweier junger Hunde: In harten, glasklaren und überscharfen Szenen, die sich wie expressionistische Bilder tief ins Gedächtnis graben, schildert der Roman das Russland der Bürger- und Zwischenkriegszeit von den ostsibirischen Wäldern über die moldawischen Melonenfelder bis zum Brennpunkt Leningrad.

Samstag, 11. Februar, 20 Uhr
Periplaneta Literaturcafé
Buchpremiere: Der Weg zu meinem verfickten Seelenfrieden
„Laander Karuso ist die perfekte Mischung aus Rebell und Kunstfigur. Sein „Tagebuch“ könnte keinen besseren Protagonisten haben, als ihn selbst, denn er ist zwar Zyniker aus Leidenschaft, aber er hat für die böse Welt da draußen ein viel zu großes Herz.“
Eintritt kostenlos

Mittwoch, 15. Februar, 20 Uhr
Literaturforum im Brecht-Haus
Christa Wolf „Man steht sehr bequem zwischen allen Fronten“ – Briefe 1952-2011, hg. v. Sabine Wolf
„Christa Wolf war eine ungeheuer produktive Korrespondentin. Ihre Briefe an Verwandte, Freundinnen und Freunde, Kollegen, Lektoren, Politiker, Journalisten geben Einblicke in ihre Gedankenwelt, ihre Schreibwerkstatt, ihr gesellschaftliches Engagement. Ob sie an Günter Grass oder Max Frisch schreibt, von Joachim Gauck Einsicht in ihre Stasi-Akte fordert oder sich mit Freundinnen wie Sarah Kirsch und Maxie Wander austauscht, wir werden Zeuge von Freundschaften, Zerwürfnissen und Auseinandersetzungen, von der Selbstfindung einer der wichtigsten Autorinnen des 20. Jahrhunderts.“
Eintritt 5€/3€

Mittwoch, 15. Februar, 20 Uhr
Buchhandlung Neues Kapitel
Tanja Dückers „Mein altes West-Berlin“
„Inspiriert von Walter Benjamins Buch »Berliner Kindheit um 1900« reflektiert Tanja Dückers ihre eigene Kindheit und Jugend im West-Berlin der 1970er- und 1980er-Jahre. In pointierten Alltags-Betrachtungen lässt sie das Leben und das Lebensgefühl im Westen der geteilten Stadt wieder lebendig werden.“ Meine Rezension des Buches lest ihr hier.
Eintritt 6€/5€

Donnerstag, 16. Februar, 20 Uhr
Literarisches Colloquium Berlin
Marcel Proust, Briefe 1879 – 1922. Lesung und Gespräch mit dem Herausgeber Jürgen Ritte
„Marcel Proust gehört wie etwa James Joyce für das Englische oder Italo Svevo für das Italienische zu den großen kanonisierten Autoren der Moderne. Über sein Werk lässt sich eine ganze Epoche der französischen und damit der westlichen Kulturgeschichte ganz allgemein aufschlüsseln. Man kann in dieser Ausgabe den Entstehungsprozess des Jahrhundertwerks mitverfolgen.“
Eintritt 8€/5€

Donnerstag, 16. Februar, 20 Uhr
ORi Berlin
Jörg Sundermeier: Die Sonnenallee
„Dieses Buch nimmt den Leser mit auf eine abenteuerliche Reise durch Geschichte und Gegenwart der Sonnenallee – jener Magistrale, die das quirlige Kreuzkölln mit dem beschaulichen Treptow verbindet.“ Meine Rezension des Buches findet ihr hier.
Eintritt frei

Donnerstag, 16. Februar, 20 Uhr
Palais der Kulturbrauerei
Jochen Schmidt „Zuckersand“
„Karl, zwei Jahre alt, entdeckt die Welt und sein Vater möchte ihm dabei nicht im Wege stehen. Karls Expeditionen in die Gegenstandswelt von Wohnung und Straße, Spielplatz und Geschäften, die sein Vater liebevoll begleitet, lösen zahlreiche Erinnerungen und Betrachtungen über dessen eigene Kindheit und deren Gegenstandswelt aus.“
Eintritt 10€/12€ AK

Freitag, 17. Februar, 20 Uhr
Literaturhaus Berlin
Natascha Wodin: Sie kam aus Mariupol
„Natascha Wodin geht in dem soeben erschienenen Roman „Sie kam aus Mariupol“ dem Leben ihrer ukrainischen Mutter nach, die aus der Hafenstadt Mariupol stammte und mit ihrem Mann 1943 als ‚Ostarbeiterin‘ nach Deutschland verschleppt wurde. Sie erzählt beklemmend intensiv von diesem Anhängsel des Holocaust, einer Fußnote der Geschichte: der Zwangsarbeit im Dritten Reich.“
Eintritt 5€/3€

Freitag, 17. Februar, 20 Uhr
Roter Salon / Volksbühne
Rudolph Herzog „Truggestalten“
„Eine junge amerikanische Künstlerin sieht Blutflecken am Boden, die spurlos verschwinden. Ein Kreuzberger Hipster ahnt, dass mit seiner Wohnung etwas nicht stimmt. Den Manager eines Start-ups plagt ein Fiebertraum, der sich gespenstisch mit vergangenen Begebenheiten deckt. Nichts in Truggestalten ist so, wie es zu sein scheint.“
Eintritt 6€

Freitag, 17. Februar, 20 Uhr
Literarisches Colloquium Berlin
Statt etwas oder Der letzte Rank.Martin Walser in Lesung und Gespräch
„„Mit der Unwahrheit ein Glückskunstwerk zu schaffen, das ist die menschliche Fähigkeit überhaupt.“ Wer sagt das? Seine Frau nennt ihn mal Memle, mal Otto, mal Bert, er versucht zu erkennen, wie aus Erfahrungen Gedanken werden. Den Widerstreit von Interessen hat er hinter sich gelassen, Gegner und Feinde auch, sein Wesenswunsch ist, sich herauszuhalten, zu schweigen, zu verstummen. Am liebsten starrt er auf eine leere, musterlose Wand, sie bringt die Unruhe in seinem Kopf zur Ruhe.“
Eintritt 8€/5€

Dienstag, 21. Februar, 20 Uhr
Literaturforum im Brecht-Haus
Aris Fioretos: „Mary“
„In „Mary“ geht es um eine junge Frau unter einer Militärdiktatur, die sich entscheiden muss zwischen ihrem Freund, einem Anführer der aufständischen Studenten, und dem Kind, mit dem sie schwanger ist. Mit großer literarischer Kraft beschreibt Fioretos die existentielle Situation der jungen Frau, die vor einem unlösbaren Konflikt steht – ein Roman, der zwar in den siebziger Jahren spielt, aber unsere krisenhafte Gegenwart mitreflektiert.“
Eintritt 5€/3€

Dienstag, 21. Februar, 20 Uhr
Palais der Kulturbrauerei
Alina Herbing: „Niemand ist bei den Kälbern“
„Sommer in Schattin, Landkreis Nordwestmecklenburg. Christin ist gerade auf den Bauernhof ihres langjährigen Freundes Jan gezogen. Die Aufbruchstimmung der Nachwendejahre, die ihre Jugend prägten, ist längst dahin, doch für Jan ist der väterliche Betrieb trotz sinkender Milchpreise noch immer das Wichtigste im Leben. Christin hingegen will nur weg. Sie träumt von der Großstadt und einem Job im Büro. Aber wo soll sie hin ohne Ausbildung?“
Eintritt 10€/12€ AK

Mittwoch, 22. Februar, 19.30 Uhr
Museen Dahlem
Navid Kermani „Sozusagen Paris“
„Ein Schriftsteller hat einen Roman geschrieben über die große Liebe seiner Jugend. Nach einer Lesung steht eine Frau vor ihm, die er nicht erkennt. Aber sie ist es. Er ist jetzt Autor, sie ist seine Romanfigur – und aus dem jungen Mädchen von damals ist ganz offensichtlich eine interessante, auch anziehende, aber verheiratete Frau geworden.“
Eintritt 12€ / 8€ / 3€

Mittwoch, 22. Februar, 20 Uhr
Literaturforum im Brecht-Haus
Gisela von Wysocki „Wiesengrund“
„Heimlich lauscht die Protagonistin in Gisela von Wysockis neuem Roman „Wiesengrund“ unter der Bettdecke im Radio den Vorträgen eines Autors, dessen Name sie sich merken wird: Wiesengrund. Seine Worte eröffnen ihr den Blick auf eine neue Welt. Einige Jahre später zieht die Philosophiestudentin nach Frankfurt am Main, um bei Theodor W. Adorno zu studieren – und gerät in gänzlich neue Sphären.“
Eintritt 5€/3€

Montag, 27. Februar, 20 Uhr
Literarisches Colloquium Berlin
Kafka geht ins Kino.„Im Kino gewesen. Geweint. ‚Lolotte‘.“ Hanns Zischler -Ein Stummfilmabend mit Musik, Filmerklärer und Zauberer
Vor 20 Jahren erschien „Kafka geht ins Kino“ – „Nun veröffentlicht Hanns Zischler eine neue erweiterte Ausgabe, ausgestattet mit einer DVD des Filmmuseums München, die die Filme enthält, die Franz Kafka damals sah: etwa „Die Weiße Sklavin“, „Theodor Körner“ oder „Das Kind von Paris“ mit Suzanne Privat als kleine Lolotte. „Im Kino gewesen. Geweint. ‚Lolotte‘. Hanns Zischler führt durch den Abend, nach historischem Vorbild als Filmerklärer, sekundiert von einem Zauberkünstler.“ Der zweite Teil findet am Dienstag, 28. Februar um 20 Uhr statt.
Eintritt 8€/5€

Dienstag, 28. Februar, 20 Uhr
Literaturhaus Berlin
Kerstin Preiwuß: Nach Onkalo
„Matuschek ist vierzig, als seine Mutter stirbt, mit der er das Haus teilte. Ohne ihre Fürsorge weiß er nicht, wie es weitergehen soll. Eine Frau hat er nicht, und von dort, wo er wohnt, geht man weg, wenn man kann. Aber Matuschek ist einer, der bleibt.“
Eintritt 5€/3€

Dienstag, 28. Februar, 20 Uhr
Akademie der Künste (Pariser Platz)
Adolf Muschg: Der weiße Freitag
„Goethes zweite Schweizer Reise 1779 hätte gut die letzte des damals Dreißigjährigen sein können, und der „Werther“ sein einzig bekanntes Werk. Denn das Risiko einer neunstündigen Fußwanderung über die Furka im November durch Neuschnee war unberechenbar – Adolf Muschg liest diesen 12. November, den „weißen Freitag“, die Wette Goethes mit seinem Schicksal, als Gegenstück zu Fausts Teufelswette und zugleich als Kommentar zum eigenen Fall eines gealterten Mannes, der mit einer Krebsdiagnose konfrontiert ist.“
Eintritt 5€/3€

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